Kierkegaard (Teil 1): Philosophie mit offenen Wunden
Endlich: Søren Kierkegaard! Peter und Manuel stellen ihn als Denker vor, bei dem Leben und Werk kaum voneinander zu trennen sind. Es geht um Todeserfahrungen, Verzweiflung, bürgerliche Fassaden – und die Frage, warum für Kierkegaard nur das Denken Gewicht hat, das durch die eigene Existenz hindurchgegangen ist.
Prägend ist für Kierkegaard eine Kindheit im Schatten von Strenge, Verlust und Tod, die Erfahrung tiefer innerer Zerrissenheit und ein Leben, das immer wieder an den Ordnungen seiner Zeit anstösst. Gerade daraus wächst bei Kierkegaard die Überzeugung, dass Wahrheit nicht in abstrakten Systemen liegt, sondern nur dort Gewicht bekommt, wo sie durch die...